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Auf der Suche nach der perfekten natürlichen Kohlensäure

Loris Bonotto

Oft ist es nicht einfach die vielen Emotionen und Erinnerungen zu beschreiben, da man unschlüsslig ist,welche die tollsten waren. Eines möchte ich Euch erzählen: meine Geschichte!

Mein Name ist Loris Bonotto, ich bin der Inhaber des Weinguts „Le Contesse“ seit 1976. Ich möchte Ihnen von meinem Winzerbetrieb und von meinem Leben erzählen.

Meine Familie hat uralte Wurzeln; der Namen Bonotto stammt aus dem Lateinischen von Bonu, auf deutsch gut, im Charakter und in der Gesinnung. Bereits in der Republik von Venedig im Jahre 1300 wurde unsere Familie erwähnt. Es gibt einen Historiker namens Francipane, der eine andere Bedeutung gefunden hat, die mir sehr gut gefällt: Du wirst der Familie Glück bringen, zu der du gehst. Zu dem Namen Bono fügen wir Otto hinzu, vom langobardischen Odan, bedeutend der Besitzer, deshalb Bonotto.

Vermutlich stammt unsere Familien aus den Voralpen und aus den venezianischen Alpen. Sie wollte die fruchtbaren und wasserreichen Böden, die sich hervorragend für Landwirtschaft und Viehzucht eignen, bewirtschaften.

Bereits im Jahr 1600 konnte man für ein 7 Hektoliter-Fass im Wert von 40 Dukaten (248 Lire) eine Weide kaufen. Die Weinberge hatten ein uraltes Anbausystem namens "a Tirella", die dann "Bellussera" im Jahr 1860 dank der Familie Bellussi von Tezze di Piave wurde. Jetzt nennt man es im zwanzigsten Jahrhundert "Silvoz".

In den Weinbergen wurden Marzemina, Recandina oder Rabosa und die schwarze Pignola angebaut; die Weintrauben wurden in Fässern gesammelt und für 6 bis 8 Tage im Most gekocht; dann wurde sie von mindestens 4 Männern pro Fass gepresst.

Die Produktion wurde für den eigenen Bedarf genutzt, aber sie wurde auch in den Lokalen von Venedig verkauft.

Ich erinnere mich an meinen Großvater Vincenzo und an meine Großmutter Genoveffa; sie war eine resolute Frau und dominierte den Haushalt und den Winzerbetrieb. Er wurde zum Ritter des Vittorio Veneto geschlagen. Er kämpfte an vorderster Front im ersten Weltkrieg. Die Lebenserfahrung hatte ihn bestimmt geprägt; seine Worte und Erzählungen waren lebendiges Zeichnen in den Schulen bis zum seinem Tod im Jahr 1980.

Meine Mutter ist eine kleine Frau; sie ist 91 Jahre alt und sie radelt fast jeden Tag, um ihren Espresso zu trinken, der einzige Moment, wo sie mich zu Hause trifft!

Sie ist immer eine feine Dame gewesen. Wunderschön, immer bestens gekleidet und als junge Dame mit vielen Verehrern. Sie besuchte die "Conegliano Bene" ,aber eines Tages begegnete sie Pietro und es war Liebe auf den ersten Blick. Er brachte sie nach Rai von San Polo di Piave.

Sie hat ihr Leben den Weinbergen gewidmet, dennoch besuchte sie Abendgalas und ist sehr gerne um die ganze Welt gereist.

Lese
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Sie hat ihr Leben den Weinbergen gewidmet, dennoch besuchte sie Abendgalas und ist sehr gerne um die ganze Welt gereist.Sie erinnert sich noch an den 2.Oktober, als sie die Lese mitmachte und ich nur wenige Stunden später zur Welt kam; vielleicht kommt daher meine Leidenschaft zum Wein.Mein Vater Pietro war ein schweigsamer Mann, ein fleißiger Arbeiter, niemals zu müde um anderen zu helfen, schon viel zu früh aus meinem Leben verschwunden auf Grund dieses grausamen Übels. Wer weiß, ob er auf das, was ich auch dank seinem Lehren und seiner Unterstützung erreicht habe, stolz wäre.

Er war derjenige der mir geholfen hat, meinen Traum zu verwirklichen, in dem er mir ein Stück Land kaufte, welches zu jenen Zeiten ein Vermögen wert war.

Der Grund gehörte einmal den Gräfinnen Tiepolo von Venedig, daher kommt unser Name “Le Contesse”.

Im Jahr 1976 eröffnete ich meinen Winzerbetrieb mit meiner Frau.

Auf diesem Boden haben wir den ersten Weinberg für Prosecco mit der Bellusara-Methode bepflanzt, ein historischer Weinberg, den wir wegen seiner Tradition gerne besonders aufwendig pflegen. Wenn Sie uns besuchen, werden wir sie auf einem Spaziergang durch die Reben begleiten.

Ich war bereits als Kind von Technik begeistert. Wäre ich nicht Winzer geworden, wäre ich bestimmt Mechaniker geworden. Die Begeisterung für Maschinen, für Motoren und die Technologie stehen fast gleichberechtigt neben meiner Leidenschaft für den Wein. Innovative Technologien sind neben der gelebten Tradition für den Erfolg unser Sektweine verantwortlich.

Ich habe zuerst auf dem Collegium Bandolini Rota in Oderzo studiert und danach den Master im Fach Önologie in Conegliano abgelegt. Eine der bekanntesten Fachschule für Weinwissen Italiens: Istituto Statale di Istruzione Secondaria Superire "G.B. Cerletti" aus Conegliano, gegründet 1876 vom König Italiens Vittorio Emanuele II.

Mein Vater hatte einen kleinen Winzerbetrieb mit zwei Zementtanks und er verkaufte weißen und roten Wein an Großhändler. Die Weinreben waren Carmenere, Pinot Bianco und Chardonnay. Ich begann, Pinot bianco und Pinot Chardonnay mit der traditionellen Methode herzustellen, in der gleichen Zeit auch den Chardonnay frizzante mit der Charmatmethode.

Der Perlwein war selten zu bekommen, aber ich merkte sofort, dass die Kunden ihn schätzten und danach fragten! Prosecco fand man zu diesen Zeiten nur exklusiv in Conegliano.

Meine Freunde und ich fuhren in die Hügel von Conegliano, um uns zu informieren, was es mit dem Wein auf sich hatte, der zum den bekanntesten Aperitiv der letzten Jahren geworden war.

Ich liebte Experimente; ich fand es traumhaft mit Stahl zu arbeiten; ich liebte die Sauberkeit, die Hygiene und die Tatsache, dass der Wein am besten in dem Umfeld blieb, wo er seine Düfte und seinen natürlichen Geschmack behalten konnte.

In den ersten Jahren kam meinen erster Sohn zur Welt: Davide, ein Energiebündel.

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Ich kaufte einen kleinen LKW und eine kleine Abfüllanlage; ich fuhr durch ganz Italien mit den Fässern und Flaschen. Es war sehr anstrengend; manchmal kümmerte sich Luigina um die Produktion, lud die LKWs ein und man begann von neuem. Es war keine Zeit verlieren,denn die Familie musste versorgt und das Tagesgeschäft erledigt werden.

Zu dem ersten kleinen Stahltank kam ein zweiter hinzu und dann drei, mein zweiter Sohn Fabio wurde geboren. Wir brauchten schließlich ein Gebäude nur für die Tanks, die schon damals eingekühlt waren. Wir entschlossen uns, einen Mitarbeiter anzustellen. Wir kauften noch einen zweiten LKW und in den 90er Jahren konnten wir 800.000 Flaschen abfüllen.

Sobald ich den Betrieb in Schuss hatte, entschloss ich mich, die Produkte im Ausland zu vertreiben. Am Abend besuchte ich Sprachkurse und nach der Arbeit und am Wochenende wiederholte ich sie mit Kassetten. Das Ausland wurde zur angenehmen Entdeckung.

Mir hat eines nie gefehlt: die Leidenschaft und das Durchhaltevermögen, die Vision, aus unseren Weintrauben ausgezeichnete "Proseccoperlen" herzustellen.

An diesem Punkt muss ich eins gestehen: Ich wäre nie so weit gekommen, wenn ich nicht meine Frau an meiner Seite gehabt hätte. Eine Frau ohne gleichen; wenn sie in einer andern Epoche gelebt hätte, wäre sie eine gefeierte Anführerin gewesen oder eine Königin an der Spitze eines Reiches; sie ist meine Stütze, vor allem meine Lebenskraft. Zusammen haben wir das Unternehmen aufgebaut und gleichzeitig zwei Söhne groß gezogen. Jetzt erleben wir, wie unsere Enkelkinder in das Geschäft einsteigen.

Ich bin stolz auf das Erreichte: Ich bin ein Winzersekt- Hersteller, ich habe es erreicht, weil ich es daran geglaubt haben und vor allem, weil ich unbedingt wollte ,dass die Leute aller Welt hochwertigen Prosecco trinken können.

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